Ernährung und Schwangerschaft - Ihre Frauenärztin München

Schwangerschaft und Ernährung – Empfehlungen Ihrer Frauenärztin

Was eine Schwangere essen sollte:

Ab der 12.-24. SSW erhöht sich der Energiebedarf um ca. 300 kcal/Tag. Das heißt der tägliche Energiebedarf beträgt bei einer durchschnittlichen Arbeitsbelastung ca. 2.300 kcal. Ursachen hierfür sind:
  • der erhöhte Grundumsatz (10 % vom Feten, 10 % Herz und Uterus)
  • das Wachstum des Feten, die erhöhte körperliche Belastung durch die Gewichtszunahme


Wichtige Nährstoffe in der Schwangerschaft

Eiweiß: Empfehlenswert sind Milch, Milchprodukte, Getreide, Hülsenfrüchte, Eier, Fisch, mageres Fleisch und Geflügel

Fett: Empfehlenswert sind Butter, Pflanzenöle und Margarine mit hohem Anteil an essentiellen, ungesättigten Fettsäuren. Vorsicht bei versteckten Fetten z. B. in Wurst und Käse

Kohlenhydrate: Empfehlenswert sind Getreidevollkornprodukte, Kartoffeln, Obst und Gemüse, diese Produkte liefern auch Ballaststoffe

Vitamine und Mineralstoffe: Empfehlenswert sind Milch und Milchprodukte, Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Rohkost, Kartoffeln, Eier, Fisch und mageres Fleisch. Die Herstellung sollte vitaminschonend sein.

Folsäure: Empfehlenswert sind Vollkornprodukte, Obst und Gemüse. Folsäure ist sehr hitzeempfindlich! Wird grundsätzlich vor und während der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit empfohlen.

Jod: Empfehlenswert sind Salzwasserfische/Hochseefische (Süßwasserfische haben kaum Jod) oder jodhaltiges Salz. Wird ebenfalls vor und während der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit empfohlen.

Kochsalz: Vorsicht, fertige Lebensmittel enthalten oft viel Salz

Flüssigkeitsbedarf: Beträgt zusätzlich ca. 2-3 Liter täglich – bitte kein Alkohol. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Schwarztee oder Cola nur in Maßen genießen. Vorsicht, versteckte Kalorien bei Vollmilch (1 l enthält ca. 650 kcal), Limonaden und manchen Fruchtsäften.

Des Weiteren ist eine ausgewogene Vollwertkost empfehlenswert. Die Nahrung sollte so natürlich wie möglich sein, pflanzliche Lebensmittel, Milch- und Milchprodukte, am besten vom Ökoanbau. Zum Würzen sollten reichlich frische Kräuter und zum Süßen Honig oder andere natürliche Süßstoffe verwendet werden. Industriezucker ist zu vermeiden. Zweimal Fisch und Fleisch pro Woche sind empfehlenswert.

Durch die Schwangerschaftsveränderungen kann es zu Blähungen kommen. Gegen Blähungen hilft Cuprum/Tabacum-Salbe (Weleda). Diese auf den Bauch auftragen.

Was eine Schwangere nicht essen sollte

  • Rohes Fleisch (z. B. Tatar oder Carpaccio) und rohe oder geräucherte Wurstwaren (z.B. Salami, roher Schinken, Mett- und Teewurst) wegen Infektionsgefahr von Toxoplasmose, Listerien
  • Rohe Milch und Rohmilchprodukte aus Ziegen-, Kuh- oder Schafsmilch muss deklariert sein (kein Brie und Camembert). Die Rinde von allen Käsesorten grundsätzlich entfernen.
  • nicht pasteurisierte oder nicht homogenisierte Milch
  • Rohe Eier und Produkte aus rohen Eiern (z. B. Tiramisu, Mousse au Chocolat, Mayonnaise)
  • Roher Fisch (z.B. Sushi, Räucherlachs, Matjes)
  • Innereien (enthalten Schwermetallanteile)
  • Nikotin hemmt die kindliche Entwicklung und enthält krebserregende Stoffe
  • Alkohol erhöht das Risiko für Früh-, Fehl- und Totgeburten, kindliche Missbildungen, Intelligenzminderung
  • Farb- und Konservierungsstoffe, sie befinden sich in fertigen Lebensmitteln (Salate, Süßspeisen etc.)


Bitte achten Sie immer darauf:
  • Kühlschrank sauber halten.
  • Alle Speisen immer durchgaren.
  • Immer gut die Hände waschen.


Gerade beim Thema Ernährung gilt es viel zu beachten. Sollte Ihnen etwas unklar sein, dann sprechen Sie mich als Ihre Frauenärztin in München gerne dazu an.

Ihre Dr. Claudia Buchmann-Macrander
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