Toxoplasmose und Schwangerschaft - Gynäkologin in München

Informationen Ihrer Gynäkologin in München zur Toxoplasmose

Die Erkrankung kann auch durch den Verzehr von nicht durchgebratenem Fleisch und rohen Wurstwaren, ungewaschenem Obst und Gemüse, sowie Erde und Sand übertragen werden.

Bei fast jedem zweiten Erwachsenen lassen sich entsprechende Antikörper als Zeichen einer durchgemachten Infektion nachweisen. Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch einen Parasiten (Toxoplasma gondii) verursacht wird. Hauptwirt dieses Parasiten ist die Katze. Infizierte und erkrankte Katzen scheiden Eier dieses Erregers mit dem Kot aus. Diese Eier sind sehr widerstandsfähig gegenüber Umwelt¬einflüssen und können von Wind oder Staub verteilt werden. Auf diesem Wege werden sie von Menschen, aber auch von Schlachttieren aufgenommen. Ist letzteres der Fall, geschieht folgendes: Im Muskelgewebe des erkrankten Tieres bilden sich sogenannte Toxoplasmosezysten. Wird dieses befallene Fleisch vom Menschen roh verzehrt (z. B. als Mett) besteht die Gefahr einer Infektion. Sobald die Infektion eingetreten ist, bildet das Immunsystem Antikörper.

Die Infektion kann auf zwei Wegen erfolgen:

  • Aufnahme der Toxoplasmose-Eier aus dem Katzenkot, die mit Staub und Wind verbreitet worden sein können oder enger Katzenkontakt.
  • Aufnahme der Erreger über das zystenhaltige rohe bzw. nicht ausreichend gekochte oder gebratene Fleisch infizierter Schlachttiere (z. B. Mett, Tatar)


Eine typische Symptomatik, die sofort an eine Toxoplasmose denken lässt, gibt es nicht, die Infektion verläuft in vielen Fällen gänzlich unbemerkt. In anderen Fällen kommt es zu Grippe ähnlichen Beschwerden und Schwellungen der Lymphknoten. Die einzige Diagnosemöglichkeit ist die Bestimmung der Antikörper im Blut.

Toxoplasmose ist für Nichtschwangere im Allgemeinen eine harmlose Erkrankung, die ohne weitere Folgen ausheilt und nach durchgemachter Erkrankung zur Immunität führt. Eine Erkrankung im Mutterleib kann dann nicht mehr erfolgen. Risikoreicher ist dagegen eine Erstinfektion mit Toxoplasma während der Schwangerschaft. Die Krankheit kann auf das Kind übertragen werden. Es besteht die Gefahr einer Fehlgeburt oder sogar einer schweren Schädigung, insbesondere des kindlichen Gehirns.

Die frühzeitige Diagnose ist bei einer Toxoplasmose-Infektion für den Therapieerfolg entscheidend! Die Diagnose kann nur über eine Blutuntersuchung gestellt werden, die leider bislang nicht Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge ist. Sie wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen (Ausnahmen einige Babyprogramme der KK).

Möglichst am Anfang der Schwangerschaft empfehlen wir Ihnen prüfen zu lassen, ob Sie bereits eine Infektion durchgemacht haben und somit geschützt sind. Dann haben sie in der Schwangerschaft nichts weiter zu befürchten.

Stellte sich bei der Blutuntersuchung heraus, dass sie noch nie eine Toxoplasmose durchgemacht haben, ist folgendes Vorgehen ratsam:

  • Blutuntersuchungen alle 8 Wochen, um neu aufgetretene Infektionen rechtzeitig entdecken zu können.
  • Bitte beachten Sie die angegebenen Vorsichtsmaßnahmen, um sich nicht zu infizieren.


Dank des medizinischen Fortschrittes ist es möglich Toxoplasmose zu heilen. Ergibt eine Blutuntersuchung den Verdacht auf frische Toxoplasmose, wird unverzüglich die Behandlung mit einem Antibiotikum eingeleitet. Als Ihre Frauenärztin in München sprechen Sie mich oder mein Team gerne jederzeit dazu an.
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